Schwimmer für meine Piper....


 

Ich hatte von einer alten 182er Cessna noch Floates.

 

Diese sahen zwar nicht mehr so perfekt aus, hätten aber überarbeitet werden müssen und am Schluß hätte es trotzdem nicht meiner Vorstellung entsprochen.

Daher entschloß ich mich einen fertigen Schwimmersatz zu bestellen, den es für die GRAUPNER HUSKY als Zusatzoption gibt.

 

Form und Größe entsprachen genau meiner Vorstellung...

 

Die erste "Anprobe" verlicf schon mal vielversprechend...

 

 

Diese haben zum einen eine ansprechende Form und zum anderen einen erschwinglichen Preis.

 

Sämtliches Montagematerial ist vorhanden und die Streben bestehen aus tropfenähnlichen Alu-Profilen. Erste Anprobe verlief schon mal vertrauenerweckend…


 

 

Bevor allerdings die Schwimmer befestigt werden können, müssen noch die Stellen, an denen die Stützstreben am Rumpf montiert werden, verstärkt bzw. aufgefüttert werden.

 

Die Piper war für Schwimmermontage nicht vorgesehen und die 1mm Balsbeplankung auf der Rumpfseite kann als dauerhafte Befestigung nicht genutzt werden. Daher musste die Folierung auf jeder Seite noch einmal geöffnet, Verstärkungen aus Sperrholz verleimt und wieder geschlossen werden.

 

Darauf kann dann die Stütz-Strebe verschraubt werden.

 

 

 

Vorerst werden erstmal Vorbereitungen für die Schwimme getroffen.

 

Diese wurden mit Aceton kurz mittels eines Tuches oder Küchenrolle abgewischt. Aber Vorsicht. Kunststoff wird angegriffen und daher wirklich nur kurz über die Schaum-Oberfläche wischen, um die noch leicht öligen Rückstände, die beim Spritzverfahren der Formen beigemischt werden zu entfernen. Danach ein wenig ablüften lassen!

 

 

 

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit TAMIYA Sprühfarben gemacht. Sie decken sehr gut du sind bereits nach kurzer Zeit so rocken, dass man sie angreifen, bzw. eine neue Schicht auftragen kann.

 

 

 

Für meinen Zweck habe ich mir dafür eine gelbe und eine grau Farbe besorgt.

 

Gelb für die Schwimmer und Streben, grau für die Laufflächen auf der Schwimmer –Oberseite….

 

 

 

Sie soll ja wie bei einem Original gestaltet werden….

 

 

Danach wurden die Streben mit einem kurz angeschliffen, mit Bremsenreiniger entfettet und lackiert. Nach drei Durchgängen, jedes Mal nur kurz „angenebelt“, sah es dann schon sehr gut aus…

 

 


 

Sämtliche Schrauben sind vorher entfern worden, da ich sie nicht lackiert haben wollte! Sie werden später durch Edelstahlschrauben ersetzt, um den Rost entgegen zu wirken.

 

Nach dem Lackieren der Schwimmer und Abdecken mit dem dünnen Maskier-Band, welches meine grauen Flächen begrenzen soll, sahen sie dann so aus….

 

 

 

 Leider erwies sich das Abkleben zum weiteren Überlackieren ebenfalls als „Schuss in den Ofen“!

 

Die Farbe blättert ab und somit wurde eine weitere Farbgebung mittels Farbspray beendet.

 

 

 

Dafür erwies sich jedoch der Versuch mit aufbügeln der Folie als sehr effizient.

 

Die Farbreste vom Lackieren wurden so weit als möglich mit Papierkrepp abgezogen. Einfach vollflächig aufkleben und Papier abziehen..!

 

Die Bügelfolie haftet sehr gut am Schaum und bildet auch die Strukturen nach!

 

danach wurden die Schwimmer bebügelt und erstes Dekor aufgebracht….

 


...Flächenstreben...

 Die original gelieferten Flächenstreben waren nicht mehr vollständig. Eine war zwar ganz, jedoch mit kleinen Klammern ausgestattet. ich wollte sie nicht wiederverwenden, da sie rein optisch überhaupt nicht zu meiner Piper

 

Die Streben dienen nur als optischer Aufputz. Statische Anforderungen haben sie keine zu erfüllen.

 

Beim Händler meines Vertrauens konnte ich Holzleisten mit entsprechender Tropfenform ordern, das erleichterte den Aufbau.

Die Kontuir der alten Streben wurde auf eine Unterlage übertragen, um die grundlegende Form und Montagepunkte zu erhalten.

 

 Für die Montage am Flügel sollte eine einfache Draht-Bügel Konstruktion verwendet werden, doch dann fand ich eine passende Verbindung mit Sicherungs-Clip, wie sie bei Ruderanlenkungen für Großmodelle verwendet wird.

 

An jedem Ende der Strebe wird ein 2mm Gewinde verbohrt, welches eine Haken aufnehmen kann und in der Länge justierbar ist.

Hier kam dann aus Messing ein passendes Gegenstück für den Sicherungs-Clip hinein.

Er wurde aufgerauht, mit Sekundenkleber verklebt und Füllstoff versehen.

Danach wurde die Strebe mit passender Farbe lackiert.

 

Zusätzlich wurde am Strebenfahrwerk der Schwimmer noch eine zusätzliche Querstrebe verbaut, wie sie auch bei der Originalen zu finden ist.

 


...Fliegen am See...

 Irgendwann war es dann soweit.

An einem Samsttag Morgen im Sommer hieß es dann früh aufstehen, um den Badegästen noch zuvorzukommen. Später wäre ein Betrieb aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich gewesen.

Dafür wurde man mit einem fast spiegelglatten See und einem Sonnenaufgang, der sich toll im Wasser spiegelte, entlohnt.

Danke auch meiner Frau!! ...Sie hätte sich Besseres verdient....