2,2m Piper mit DLE20

Vor langer Zeit hatte ich einmal eine Piper mit 2,2m Spannweite von einem Modellbau-Kollegen übernommen. Ich könne es ja aufbauen, es hätte Potential….

 

Die Flächenservos waren noch verbaut, jedoch alte Graupner-Typen. Das Fahrwerk war notdürftig mit einem alten Bügel realisiert und abgeschraubt, die Motorhaube passte definitiv nicht dazu und wurde irgendwann einmal sehr unfachmännisch erstellt. Der Rumpf und auch die Flächen waren mit stoffähnlichem Oracover bespannt.

 

Nun ja, die Optik sprach mich nicht so an und ich konnte mich auch nihct so recht mit dem Teil anfreunden. Also kam das gute Stück erst einmal unter die Decke. Dort könnte es die nächste Zeit auf mich wirken.....

 

 


Runter von der Decke....

 

Lange verstaubte die Piper unter der Decke meiner Werkstatt, eingewickelt in Luftpolster-Folie. Als ich mit meiner gelb-blauen Piper jedoch einen Crash hatte, suchte ich Ersatz.

Eine Neue wollte ich nicht nochmal aufbauen, da fiel mir die alte, große Piper ein.Kurz um wurde das Modell einer genauen Inspektion unterzogen. Die Servos mussten raus. Auf die wollte ich mich nicht verlassen. Ebenfalls mussten alle Flächen neu gebügelt und die Dellen herausgeföhnt werden.

Der Antrieb stand nun zur Debatte. Ein E-Antrieb erschien mir als keine Option, da das einen zu großen Aufwand mit Motor, Drehzahlsteller und Akku bedeutet hätte. Freunde vom Modell-Fliegen, mit Erfahrung in Großmodellen rieten mir zu einem Benziner.

Ein DLE 20 könnte da ut reinpassen…“, hörte ich von einigen Seiten. Also erkundigte ich mich ein wenig und wurde im Internet fündig, wo ich einen gebrauchten DLE 20 erstehen konnte.

 

 

 

 Erste Probe-Anpassung sahen gut aus, es würde jedoch noch einiges an Vorarbeit erforderlich sein, um den Motor überhaupt montieren zu können. Dazu musste der bestehende Motorspannt verstärkt werden. Material hatte ich ja in meiner Bastel-Kiste, also wurde ein entsprechendes Teil aus Sperrholz zurechtgeschnitten und angepasst. Danach wurde die Oberfläche vorbereitet, mit Weißleim eingestrichen und der Spannt mit ein paar Holzschrauben am bestehenden Schott verklebt und verschraubt.

Im Fachhandel holte ich mir 7 Stück neue Servos ( HITEC, HS325HB) und montierte sie sowohl in den Flächen, als auch im Rumpf. Die Servo für Seitenruder, Höhenruder und Gas für den Benziner wurden im Rumpf nebeneinander montiert.

 

Die Servo in den Flächen mit Gestänge versehen.  

Der Bowdenzug für das Gasgestänge wurde knapp neben dem Rumpf verlegt und am vordersten Spannt mit einem Sperrholzteil abgestützt.

 

Für den Choke des Motors wurde ein separates Gestänge an der linken Seite des Rumpfes herausgeführt und mit einen Stellring versehen.

Durch Ziehen oder Drücken kann man nun gefahrlos diesen Choke betätigen, ohne dem Propeller-Kreis zu nahe zu kommen.

 


Der Tank....

Der Tank musste nun noch verbaut werden. Dieser fasst 350ml und ist mit einem Filzpendel ausgeführt. Den Tank wollte ich nicht direkt am Rumpfboden fixieren, denn da hätten sich die Vibrationen des Motors direkt übertragen und es hätten sich Blasen im Tank bilden können.

 Stattdessen wurde ein Stahlbügel erstellt, der am Rumpfboden fixiert wurde und mit einem „Einsiede-Gummi“ den Tank auf einer Schaumstoffunterlage fixiert. Im Betrieb sollte dann später noch Schaumstoff rundherum helfen, den Tank seitlich zu stützen und Vibrationen abzuhalten.

Was nun noch fehlte, war der Schalter für die Zündung sowie der Schalter für die Empfänger-versorgung. Der Empfänger wird mittels Akku-Pack aus 4 AA -NiMH-Zellen mit 2400mAh versorgt. Die Zündung hingegen mit einem 2S Lippo Akku mit 2200mAh.

Beide mussten noch positioniert und die entsprechenden Schalter eingebaut werden.

Im Internet bin ich auf eine passende Variante Schalter,Ladebuchse gestoßen. Sie wurde kurzerhand bestellt und verbaut....


Das Landegestell erhielt noch die passende rote Folie und das Cockpit die Verglasung aus meiner verunglückten gelb-blauen Piper.

 


Seitenfenster und Flächenauflage....

Die Verglasung für die Seitenfenster sind aus durchgehenden 1mm Plexiglas vorgesehen und werden mit kleinen Schrauben verschraubt. Da wird sich sicher noch ein Design finden, das annehmbar ist.

 

Bei einem Herunterheben von der Decke ist mir jedoch die labile, rechte Seitenwand beim Fenster ausgebrochen. Sie war schon etwas „ramponiert“.

 Das gab den Ausschlag dafür, dies neu zu erstellen und die Seite neu zu gestalten.

 

 

Ebenfalls wollte ich die Ober Abstützung zwischen hinterer Flächenbefestigung und vorderen Nasenleiste etwas versteifen.

 

Do reine Seitenwand erschien mir etwas zu schwach, obwohl hier keine große Krafteinwirkun zu erwarten war.

 

Also wurde kurzerhand die oberen Querstreben über den Fenster erstellt, danach die senkrechten Streben auf der rechten Seite.

 

Während dies trocknete, wollte ich mich gleich der Optik widmen.

 

Da ich noch dünnes Litho-Blech aus einer Druckerei hatte, zeichnete ich mir die Schablone der Motorhaube bis zum Motorspannt auf Papier auf.

 

Danach wurde es auf das Litho-Blech übertragen und ausgeschnitten, auf den Rumpf übertragen und mit kleinen Mini-Schrauben angeschraubt.

 

Theoretisch hätte man nun die Verglasung wieder anschrauben können aber irgendwie erschien mir das Bild nicht stimmig.

 

 

Der vordere Cowling war nun mit Blech verkleidet, also benötigte die Fenster ebenfalls irgendeine metallene Einfassung oder Accessoire.

 

Ich hatte noch Chrom-Folie zum Bügeln übrig. Die musste nun herhalten.

 

Im ersten Moment wirkt die Oberfläche völlig zerknittert, dies täuscht jedoch ein wenig, da die Spiegelungen der Verglasung jede Unebenheit nur noch mehr hervorhebt.

 

Danach wurde die Frontscheibe mit einem schwarzen Rahmen versehen und das Bereich oberhalb der Instrumente mit einer schwarzen Folie versehen.

 

 

Nun wurden alle Schläuche zum Tank, also die Leitung zum Vergaser, die Betankung sowie die Entlüftung ( sieht unten raus…) verlegt.

Der Anschluss zum Betanken wurde mittels Winkel am Motorträger platziert und mit einem Verschluss versehen.

 

 

 

Der Anschluss zum Betanken wurde mittels Winkel am Motorträger platziert und mit einem Verschluss, sprich einem Stück Benzinschlauch samt Schraube zum Verschließen  versehen.

 

 

Mittlerweile hat auch die rechte Seite ihre Verglasung erhalten, sowie die Beschriftung für die Schalter ( Zündung und Empfänger).

Ebenfalls wurde die Flächenbefestigung überarbeitet. Es waren zwei M4 Schrauben vorgesehen, die erscheinen mir ein wenig unpassend, ebenfalls die Einschlagmuttern. Diese wurden ddurch 2 M5 Einschraubmuttern getauscht.

Nun ist die Festigkeit und Stabilität auf jedem Fall gegeben.

 

Fahrwerk & Motorhaube....

Die großen Räder würden zwar gut zu der Piper passen, sie sind jedoch ziemlich schwer und geben kaum nach. Bieten also keinerlei Dämpfung bzw. Federung.

 

 

Möglicherweise werde ich noch fündig und der Zufall spielt mir passende Ränder zu….

 Ebenfalls liegt der Motor noch immer im Freien. Da sollte es doch auch eine Lösung geben.

 

Bei den üblichen Großanbieter bin ich fündig geworden. Für die Carbon-Cup Piper 15ccm würde sich so ein Teil anbieten….( https://www.lindinger.at/at/flugzeuge/ersatzteile/motorflug/hangar-9-motorhaube-carbon-cub-15cc).

 

Gemeinsam mit Luftballon-Reifen ( https://www.lindinger.at/at/flugzeuge/ersatzteile/motorflug/hangar-9-raeder-4-5-carbon-cub-15cc)…..

 


Rest folgt....